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Auf einem gedeckten Tisch stehen appetitlich zubereitete Gerichte. Einige Menschen nehmen sich von den Speisen.
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Tschüss, Kilofalle: So geht gesundes Weihnachten

Hach, Weihnachten: das Fest der Liebe, der Besinnung – und der Kalorienschlacht. Alle Jahre wieder locken die Versuchungen uns in die Kilofalle. Das Gute: Man muss ihnen gar nicht widerstehen, sondern nur ein paar Dinge anders machen. 5 Tipps für ein gesünderes Weihnachten.

Und führe mich nicht in Versuchung …

Ein guter Anfang ist es, die Versuchungen nicht ständig um sich zu haben. Der obligatorische Plätzchenteller beispielsweise, der den ganzen Tag auf dem Tisch steht und leise „Iss mich, iss mich“ raunt, macht einem das Leben nur unnötig schwer. Lieber die Plätzchen im Schrank verstecken und gezielt zum Weihnachtskaffee herausholen – so vermeidet man unkontrolliertes Naschen. Auch ein guter Trick: Weihnachtsstollen oder Lebkuchen in kleine Stücke schneiden. Wer öfter zugreifen darf, ist schneller befriedigt.

Bewusstes Schlemmen

Apropos befriedigt: Um beim Weihnachtsschlemmen nicht maßlos zu werden, hilft auch ein ganz simpler Trick: Langsamer essen. Denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach 15 bis 20 Minuten ein. Wenn wir unserem Körper ein wenig Zeit geben, kann er uns sein natürliches Stoppzeichen senden, bevor es zu spät ist und wir mit Schnappatmung ins Esskoma fallen. Wem das langsame Essen angesichts von saftigem Braten und dampfenden Knödeln zu schwer fällt, kann sich vorher selbst austricksen: Ein großes Glas Wasser vor dem Essen dämpft schon einmal den Heißhunger.

An einem festlich gedeckten Tisch reicht jemand eine Schüssel mit grünem Salat an den Tischnachbarn weiter. Im Hintergrund steht ein Weihnachtsbaum.

Weihnachtsbraten mal anders

Wer Kilofrust vermeiden will, kann beim Weihnachtsbraten auch einfach auf leichtere und gesündere Varianten setzen. Geflügel hat im Allgemeinen weniger Fett als Schweinebraten, Fisch bietet im Gegensatz zu Fleisch wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Oder wie wäre es mal mit einem vegetarischen Weihnachtsessen? Mit Krachern wie Kürbisbraten, gebackenen Süßkartoffeln oder Kastanienquiche ist auch die fleischlose Speisekarte ein echter Gaumenschmaus. Wenn es dennoch Fleisch sein soll, ist es ratsam, das Fleisch naturnah gehaltener Tiere zu kaufen. Das ist nicht nur nachhaltiger, es  enthält generell auch weniger Fett als Fleisch aus der Massentierhaltung.

Gesünder Naschen – kann das klappen?

Und ob! Denn es braucht keine doppelten Marzipanschichten, süße Cremefüllungen oder einen dicken Schokoladenüberzug. Gerade an Weihnachten lassen sich gesunde Zutaten und wohltuende Gewürze ganz wunderbar in Naschwerk verwandeln. Wie wäre es beispielsweise mit Dattel-Ingwer-Plätzchen? Oder mit Spekulatiustalern mit Pistazien, Zimt und Kardamom? Es gibt sogar superleckere Plätzchen, die komplett ohne Zucker, Butter und Mehl auskommen. Und auch der Weihnachtsklassiker Bratapfel kann mit einer leckeren Rosinen-Mandel-Füllung ganz ohne Gewissensbisse geschlemmt werden. Wenn wir jetzt noch auf weißen raffinierten Zucker verzichten, sind wir in Sachen gesundes Naschen schon ganz weit vorn. Perfekte Zuckeralternativen sind Apfelmark, Mandelmus, Backkakao und Dattel-, Reis- oder Ahornsirup – auch hier natürlich alles in gesundem Maß. 

Besinnung und Bewegung

Weihnachten bedeutet Ruhe, Entschleunigung, Abstand vom Alltag. Das heißt aber nicht, dass wir die Zeit zwischen den Mahlzeiten nur liegend verbringen müssen. Ganz im Gegenteil. Ein ausgiebiger Winterspaziergang unterstützt nicht nur die Verdauung optimal und kurbelt den Stoffwechsel an, er pustet auch angenehm den Kopf frei. Kleiner Motivationsschub: 10.000 Schritte verbrennen rund 200 Kalorien – das wäre umgerechnet schon ein Glas Glühwein! Und natürlich lassen sich Besinnung und Bewegung auch super verbinden. Einfach die Matte ausrollen und täglich eine Einheit Yoga oder Pilates einschieben. Wer es an Weihnachten etwas wilder mag, kann Schneeballschlachten anzetteln oder Schlittenwettfahrten starten. Wie die Bewegung aussieht, kann jeder für sich selbst entscheiden. Hauptsache, man verbringt die Feiertage nicht ausschließlich als plätzchenvernichtende Couch-Potato. Denn dann ist der Kiloschock beinahe schon vorprogrammiert.

Bildnachweis

Artikeleinstieg: filadendron (istockphoto.com)
Im Artikel: LumiNola (istockphoto.com)

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