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Eine Gruppe von Frauen sitzt zusammen, sie lachen und tragen Sommerkleider. Im Hintergrund ist verschwommen ein See zu sehen.
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Das Wir macht stark – weshalb Gemeinschaft gesund ist

Eine ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und eine gute Work-Life-Balance sind wichtige Eckpfeiler für ein gesundes Leben. Mindestens so wertvoll sind für uns auch soziale Faktoren – doch kaum jemand von uns schätzt das so ein.

Neuere Forschungen zeigen, dass insbesondere die positive gemeinsame Erfahrung in einer Gruppe entscheidend für unser Wohlergehen ist. Ob es sich dabei um die Familie, den Freundeskreis, Arbeitsteams oder Hobbygruppen handelt: Wer sich einer Gemeinschaft verbunden fühlt – das kann auch der geliebte Fußballverein sein –, fördert seine Gesundheit. Es gibt sogar immer mehr Belege dafür, dass sich auch virtuelle Kontakte zum Beispiel über Facetime oder Skype positiv auswirken. Wer ein langes und gesundes Leben führen möchte, braucht soziale Beziehungen wie die Luft zum Atmen. 

Gesunde Beziehungen – gesund im Alter? 

In der Harvard Study of Adult Development haben Forscher Daten von mehr als 700 Männern erhoben, bei einigen über 75 Jahre lang. Die zentrale Erkenntnis der Untersuchung: Die Qualität der sozialen Beziehungen zu Beginn der Studie sagte am besten vorher, wie gesund und zufrieden die Männer im hohen Alter waren. Psychologen um Julianne Holt-Lunstad von der US-amerikanischen Brigham Young University analysierten 148 Studien mit insgesamt mehr als 300.000 Menschen. Sie fanden heraus, dass soziale Unterstützung und Verbundenheit am stärksten mit einer höheren Lebenserwartung zusammenhingen. 

Das Vitamin Gemeinschaft

Wenn doch die Nähe zu anderen und das Wir so wichtig für uns sind, warum schätzen wir dann ihre Wirkung auf uns so gering ein? Soziale Faktoren werden zum einen selten im Zusammenhang mit unserer Gesundheit genannt – anders zum Beispiel als gesunde Ernährung oder das Nichtrauchen. Zum anderen untersuchte die Wissenschaft lange Zeit eher die Beziehungen zwischen zwei Menschen und nicht die von Gruppen. Doch: Unser Selbst wird immer auch von den anderen geprägt. Wir möchten dazugehören, das steckt in unserer DNA. Wann immer es möglich ist, lassen Sie die Nähe, die Gemeinschaft und das Wir hochleben. Sie machen uns zu dem, was wir sind.
 

Bildnachweis

Artikeleinstieg: AleksandarNakic (istockphoto.com)

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