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Eine Herde Kühe steht auf einer saftigen Weide. Eine Kuh steht im Vordergrund und schaut in die Kamera, der Rest der Herde steht im Hintergrund und grast.
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Alles Bio, alles gut: Stimmt das?

Umweltverträglich leben – gar nicht so einfach. Um das Thema nachhaltige Ernährung ranken sich viele Mythen. Zeit, um Licht ins Dunkel zu bringen

Biofleisch beinhaltet keine Antibiotika

Das stimmt leider nicht, denn auch Bio-Tiere werden mal krank. Zwar dürfen sie nicht vorbeugend mit chemisch-synthetischen Arzneimitteln behandelt werden, sondern vorzugsweise mit Naturheilmitteln. Doch gemäß der Europäischen Öko-Verordnung darf Tieren bis zu dreimal in einem Jahr Antibiotika verabreicht werden, bis es nicht mehr als „Bio“ verkauft werden darf. 

Palmöl kann auch nachhaltig sein

Ölpalmen sind sehr ergiebig und verbrauchen verhältnismäßig wenig Platz – wir nutzen nur einfach zu viel davon. Um die Nachfrage zu decken, werden für neue Anbauflächen vor allem in Indonesien und Malaysia große Flächen von Regenwald vernichtet. Siegel von Organisationen, die versuchen, die Produktion nachhaltiger zu machen, sind zum Beispiel der RSPO oder die Rainforest Alliance. Es gibt auch durchaus Bio-Palmöl. Der Markanteil liegt derzeit aber bei unter einem Prozent. 

Wer Tofu isst, zerstört den Regenwald

Was stimmt, ist, dass vor allem in Südamerika große Flächen gerodet werden müssen, um Soja anzupflanzen. Allerdings werden – je nach Quelle – zwischen 80 und 90 Prozent der Bohnen als Tierfutter für Nutztiere eingesetzt. Sojadrinks und Tofu stellen ökologisch also ein verhältnismäßig geringes Problem dar.

Bildnachweis

Artikeleinstieg: Christian Burri (unsplash)

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