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Frau schwimmend in einem See, der Kamera zugewandt
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Wasser wirkt Wunder: Stimmt das?

Wasser werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben. Gesundheitstipps – gerade zu kaltem Wasser – finden sich in beinahe allen Medien. Doch was kann das kalte Nass wirklich? Drei Fragen, drei Antworten.

Mehr für weniger: Hält Schlankwasser das Versprechen?

Wer vor einer Mahlzeit viel Wasser trinkt, hat auch weniger Hunger und isst dadurch weniger. Noch dazu: Wasser ist kalorienfrei. Außerdem unterstützt es unseren Körper dabei, Kalorien zu verbrennen. Das belegt eine gemeinsame Studie der Charité Berlin und des Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke: Schon bei eineinhalb bis zwei Litern Trinkwasser täglich kann sich der Energieumsatz um bis zu 100 Kilokalorien steigern. Klingt nach einer Win-win-Situation. Dass es aber wirklich schlank macht, ist wissenschaftlich bislang nicht bestätigt.

Achtung: Gesunde Menschen können ganz beruhigt über den eigentlichen Durst hinaus Wasser trinken. Zu viel Wasser kann jedoch auch den natürlichen Verdauungsprozess stark beeinflussen – mit unangenehmen Folgen wie Übelkeit, Bauchschmerzen bis hin zu Durchfall.

Bizeps on the rocks: Hilft Eiswasser gegen Muskelkater?

Viele Sportbegeisterte setzen Kälte gern als effektiven Helfer gegen Muskelkater ein. Dadurch sollen Entzündungen gehemmt und Schwellungen gelindert werden. In verschiedenen Studien waren Kaltwasserbäder tatsächlich bei Muskelschmerzen dem reinen Ausruhen überlegen. Die Ergebnisse wiesen 24 Stunden nach dem Training einen erkennbaren Nutzen gegen Muskelkater nach. Doch aufgepasst: Eine Norm, wie das Kaltbaden am besten anzuwenden ist, gibt es nicht.

Kaltdusche: Gefühlt gesünder durch die Kälte?

Niederländische Forscher haben untersucht, ob Menschen, die kalt duschen, wirklich seltener krank sind als Warmduscher. Dafür wurden alle an einer Studie teilnehmenden Probanden in Gruppen eingeteilt – die einen duschten warm, die anderen kalt. Die Kaltduscher meldeten sich in den ersten 60 Tagen seltener krank, hatten aber in den folgenden Monaten nicht weniger Krankentage. Die Wissenschaftler erklären das damit, dass sich das persönliche Gesundheitsgefühl der Kaltduscher geändert habe: Bei einer Krankheit bewerteten sie ihre Symptome als nicht so schwerwiegend wie die Warmduscher.

Bildnachweis

callmeed (unsplash.com)

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