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Vier junge Menschen sitzen im Schneidersitz auf dem Boden. In der Mitte von ihnen liegt eine Pizza auf einem Pappkarton. Alle vier nehmen sich ein Stück Pizza, drei von ihnen halten dabei eine blaue Dose in der anderen Hand und stoßen damit an.
Lesezeit ca. 6 Min.
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Energy-Kicks im Alltag

Shakes, Riegel und Drinks – manche Lebensmittel versprechen einen regelrechten Power-Booster. Wir zeigen, welche wirklich effektiv sind und worauf Sie beim Verzehr achten sollten. Außerdem: ein Rezept für eine powervolle Kurkuma-Schnitte für den gesunden Energy-Kick.

Kaffee: Routine am Morgen

Manche Menschen trinken bis zu 160 Liter Kaffee im Jahr. Er gehört aber auch sonst für viele ganz selbstverständlich dazu – vor allem am Morgen, um wach zu werden, oder auch am Nachmittag, um einen erneuten Energieschub zu bekommen. Oft wird die Wirkung des Kaffees jedoch überschätzt, denn das enthaltene Koffein wirkt erst nach einer halben Stunde. Erst dann ist es im Blutkreislauf angekommen und gibt uns einen kleinen Booster.

Der Körper benötigt allerdings auch mehrere Stunden, um das Koffein wieder abzubauen. So kann es insbesondere beim Genuss am späten Abend den Schlafrhythmus verschieben oder auch zu Schlafproblemen führen. Grundsätzlich müssen sich Kaffeeliebende aber nur wenig Sorgen machen: Studien zeigen, dass regelmäßiger Kaffeekonsum nicht im Zusammenhang mit der Entwicklung von Krankheiten steht. Als gesundheitlich unbedenklich gelten laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) täglich vier bis fünf Tassen.

Energydrinks: Power to go

Massig verfügbar und in coolen Designs lockend, sollen Energydrinks belebend wirken und gehören für viele Jugendliche zu den Booster-Getränken des Tages – oder auch der Nacht. Fast 70 Prozent aller Jugendlichen in Deutschland trinken Energydrinks, dabei sind sie insbesondere für Kinder und Jugendliche besonders schädlich. Maximal 3 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag gelten für sie als unbedenklich. Zum Vergleich: Eine herkömmliche Dose mit 250 ml enthält bereits 80 mg Koffein. Das ist ungefähr so viel Koffein wie in einer Tasse Kaffee.

Für die meisten Erwachsenen klingt das wenig besorgniserregend, doch viele Aromen, Süßstoffe und auch Zucker machen das Getränk außerdem zu einer echten Kalorienbombe. Die Verlockung ist groß, nicht nur eine Dose zu trinken, sondern viele hintereinander. Doch insbesondere durch einen hohen Konsum können bei dem süßlich schmeckenden Booster Nebenwirkungen auftreten, die die Gesundheit stark gefährden. Unter anderem können Nervosität, Schlaflosigkeit, Herzrasen und Bluthochdruck die Folgen sein.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) berichtet von Fällen mit Herzrhythmusstörungen und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen. Bislang ist wissenschaftlich nicht ausreichend belegt, ob die Nebenwirkungen von Energydrinks durch die Kombination von Koffein und anderen Inhaltsstoffen wie Taurin oder Guarana verstärkt werden. In jedem Fall ist Vorsicht geboten: Für Erwachsene wird eine tägliche Menge von maximal 400 ml als gesundheitlich unbedenklich eingestuft. Kinder und Jugendliche sollten auf dieses Getränk ganz verzichten.

Proteinprodukte: Riegel, Shakes und Co.

Unser Körper braucht Protein (Eiweiß), denn sonst würde vieles nicht funktionieren. Es gehört zu den drei Hauptnährstoffen, die der Organismus zum Überleben braucht. Doch neben der Notwendigkeit gibt es einen wahrhaften Eiweiß-Hype. Insbesondere Sporttreibende setzen auf proteinreiche Kost, die einen besonders positiven Effekt haben soll. Riegel, Shakes oder Puddings mit einem hohen Proteinanteil gelten als Muskelaufbauer und Fettkiller, sind fast überall erhältlich und werden gern gekauft. Und ein bisschen was ist auch dran. Denn Studien belegen, dass sehr proteinreiche Lebensmittel tatsächlich beim Abnehmen helfen können.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene ab 19 Jahren eine tägliche Proteinzufuhr von 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht. Nimmt man mehr Protein zu sich, kommt es bei gesunden Menschen zu keiner Überdosierung. Doch Vorsicht gilt bei Menschen mit Vorerkrankungen, zum Beispiel einer Niereninsuffizienz: Denn Eiweiß wird zu Harnstoff abgebaut und über die Niere ausgeschieden. Eine angeschlagene Niere ist dann durch die Verarbeitung von zu viel Protein überfordert. 

Natürliche Energielieferanten: Nuss und Frucht 

Nicht nur fertige Produkte mit einem viel versprechenden Werbeslogan können einen Energy-Kick liefern. Es gibt deutlich natürlichere Alternativen, die unser Energielevel pushen und die der Körper sogar besser verarbeiten kann. Nüsse beispielsweise stecken voller Energie für den nötigen Leistungsschub. Denn sie enthalten Vitamin B, Mineralstoffe und Antioxidantien, die unser Körper gut in Energie umwandeln kann. Doch auch hier gilt eine gewisse Vorsicht, denn Nüsse enthalten auch viel Fett. Auch Bananen können für einen ordentlichen Schub sorgen, denn sie liefern dem Körper schnell verwertbare Energien. Insbesondere für Sporttreibende hat das einen besonders guten Effekt auf die Aktivität. 

Unsere Ernährungscoachin Debbie-Kristin Schaller hat einen energiereichen Snack für zwischendurch vorbereitet, mit dem Sie Ihre Batterien gesund aufladen können. Die Kurkuma-Schnitte gibt dabei nicht nur Energie, sondern kurbelt auch ordentlich die Gehirnaktivität an. 

Rezept-Tipp

Kurkuma-Schnitte

Zutaten für 8 Personen

  • 100 g Buchweizenmehl
  • 1 ½ Päckchen Backpulver
  • 100 g Haferflocken
  • 50 g Chiasamen
  • 4 EL Sonnenblumenkerne
  • 4 EL Kürbiskerne
  • 2 Zwiebeln
  • 3 EL Kurkuma
  • 1 TL Salz
  • 100 ml Wasser
  • Optional: Kräuter und Chili

Zubereitungszeit

45 Minuten

Zubereitungsschritte

1 Portion enthält:

  • Kalorien: 196
  • Eiweiß: 5 g
  • Fett: 8 g
  • Kohlenhydrate: 20 g

Bildnachweis

Artikeleinstieg: LIGHTFIELD STUDIOS (stock.adobe.com)
Rezept: Debbie-Kristin Schaller

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