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Ein junger Mann sitzt auf dem Sofa und schaut auf den Bildschirm seines Smartphones.
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Gegen Erektions­störungen: eine Potenz-App auf Rezept

Erektionsstörungen sind für betroffene Männer sehr belastend. Zum Glück gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Potenzprobleme zu behandeln – seit einiger Zeit sogar per App auf Rezept.

Was genau ist eigentlich eine Erektionsstörung? In der Medizin spricht man von erektiler Dysfunktion (ED). Dabei handelt es sich um eine Sexualstörung, von der viele Männer betroffen sind. Erektile Dysfunktion bedeutet, dass die Betroffenen keine ausreichende Erektion des Penis bekommen, sodass die meisten Versuche, Geschlechtsverkehr zu haben, misslingen.

Was die Erektion stört

Wie kommt es zu Erektionsproblemen bzw. zur erektilen Dysfunktion? Tatsächlich treffen hier nicht selten körperliche und psychische Faktoren aufeinander.

Erektionsprobleme sind nicht nur eine Frage des Alters, sondern treten auch schon bei jüngeren Männern auf. Sie zeigen sich bei ihnen eher im Zusammenhang mit mentalen Belastungen wie Konflikten in der Partnerschaft, bei Stress, Angsterkrankungen oder auch Depressionen.

Bei Männern ab 50 Jahren sind es eher körperliche Ursachen, die die Erektions­probleme auslösen. Eine dieser Ursachen ist beispielsweise die Störung der Penisdurchblutung. Verschiedene Grunderkrankungen steigern das Risiko für Durchblutungsstörungen. Dazu gehören Diabetes oder auch Bluthochdruck.

Einfluss auf die Potenz hat auch der allgemeine Lebensstil. Die Blutgefäße leiden beispielsweise unter Übergewicht, zu wenig Bewegung oder Rauchen. Auch eine ungesunde Ernährung spielt eine Rolle.

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Bei älteren Männern kommt hinzu, dass der Spiegel des männlichen Geschlechts­hormons Testosteron absinkt. Ein Testosteronmangel kann auch die Ursache von erektilen Dysfunktionen sein. Mitunter sorgen auch Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten für eine Potenzstörung.

Was sind die Symptome von Erektionsproblemen?

Typisch bei Erektionsproblemen ist, dass es zu keiner Erektion kommt, bzw. der Penis nicht hart genug wird oder schnell wieder erschlafft. Entwickelt sich die Störung langsam, tritt sie sowohl beim Verkehr als auch bei der Selbstbefriedigung auf und gibt es keine Erektionen im Schlaf – was ein ganz natürlicher Vorgang ist –, kommen wahrscheinlich körperliche Ursachen in Betracht. Tritt ein Erektionsproblem plötzlich auf – nur in bestimmten Situationen – oder ist der Mann unter 50 Jahre alt, können mentale Ursachen vorliegen.

Diagnose und Behandlung von Erektionsstörungen

Der erste Weg sollte in die hausärztliche Praxis führen. Der Hausarzt oder die Hausärztin verweist je nach Diagnose weiter an eine urologische Fachpraxis. Nach einem Gespräch folgt eine körperliche Untersuchung an der Prostata und den Geschlechtsorganen. Möglicherweise wird auch eine Blutuntersuchung durchgeführt. Damit lässt sich zum Beispiel herausfinden, wie hoch der Testosteronspiegel im Blut ist.

Zunächst wird also nach der konkreten Ursache der Erektionsstörung gesucht. Unter Umständen verschreibt der Facharzt oder die Fachärztin einfach ein anderes Medikament, falls die Erektionsstörung durch eine Medikamentennebenwirkung entstanden ist. Oft können jedoch nur die Symptome der Erektionsstörung behandelt werden. Was im jeweiligen Fall an Behandlung sinnvoll ist und wann Potenzmittel helfen, wird im Gespräch mit dem Arzt oder der Ärztin abgeklärt.

Lässt sich die Potenz natürlich steigern?

Wer unter Erektionsstörungen leidet, sollte sich auf jeden Fall ärztlich beraten und untersuchen lassen. Mitunter kann sich hinter den Erektionsstörungen auch eine ernsthafte Erkrankung verbergen. Sich selbst Medikamente bzw. Mittel zu besorgen – auch wenn diese rein pflanzlich sind – ist nicht ratsam. Zudem gibt es viele unseriöse Anbieter auf dem Potenzmittelmarkt.

Was auf jeden Fall förderlich für die Gesundheit und gut für die Potenz ist, ist körperliche Betätigung. Ausdauersportarten wie Jogging oder auch gezieltes Beckenbodentraining können die Potenz steigern.

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Kann Corona Erektions­probleme auslösen?

Forschende haben in den letzten Monaten herausgefunden, dass Covid-19 tatsächlich auch Erektionsstörungen auslösen kann. Hier kommen wohl verschiedene Faktoren zusammen. Zum einen lassen sich Coronaviren in den Schwellkörpern des Penis nachweisen. Außerdem können die Viren auch die Gefäßinnenwände vieler Organe schädigen – davon könnten auch die Gefäße des Penis betroffen sein. Zudem vermutet die Wissenschaft, dass eine Coronainfektion auch den Testosteronspiegel im Blut beeinträchtigen kann.

Warum eine App bei Erektions­störungen?

Noch immer ist das Thema Erektionsstörung bzw. erektile Dysfunktion heikel: Viele Männer haben Schwierigkeiten, darüber zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Mit innovativen Methoden wie einer App bei Erektionsstörungen soll es den betroffenen Männern leichter gemacht werden, Behandlungsmethoden kennenzulernen und sie zu nutzen. Männer können sich ärztlich beraten lassen und die Potenz-App per Rezept erhalten.

Wie hilft die Potenz-App?

Die Potenz-App für das Smartphone gibt es also auf ärztliches Rezept, genauso wie ein Medikament. Das zwölfwöchige Programm setzt auf eine ganzheitliche, personali­sierte Therapie und soll Männer ab 18 Jahren bei der Behandlung der erektilen Dys­funktion unterstützen: zum Beispiel durch Beckenbodentraining, Herz-Kreislauf-Übungen oder Achtsamkeitsübungen.

Die Potenz-App zählt zu den sogenannten digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA). Solche verschreibungsfähigen digitalen Helfer werden durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) bewertet. Eine als DiGA zugelassene App muss sich bewähren und wird dann dauerhaft in das Verzeichnis für digitale Gesundheitsanwendungen aufgenommen.

Schnelle Hilfe mit der Potenz-App

Sie sind bei uns versichert? Dann haben Sie Anspruch auf erstattungsfähige digitale Gesundheitsanwendungen, die im DiGA-Verzeichnis gelistet sind. Dazu zählt auch die Potenz-App. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin stellt Ihnen nach der Diagnose ein entsprechendes Rezept aus. Sie erhalten dann einen Zugang per Rezept-Code. Für Sie entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Informationen zu den digitalen Gesundheitsanwendungen haben wir auf unserer Website zusammengestellt:

Digitale Gesundheitsanwendungen

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe für Erektionsprobleme. Ein Arztbesuch ist auf jeden Fall der richtige Weg, um den Ursachen auf die Spur zu kommen. Neben den herkömmlichen Medikamenten und Therapieansätzen kann die digitale Hilfe in Form der Potenz-App eine weitere wirksame Möglichkeit sein, Erektionsstörungen erfolgreich zu bekämpfen.

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Artikeleinstieg: Ridofranz (istockphoto.com)

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