Zum Hauptinhalt springen
Füße von zwei Erwachsenen und einem Kleinkind luken unter der Bettdecke hervor
Lesezeit ca. 3 Min.
zurück zur Rubrik

Darf ich bei euch schlafen?

Wenn in der Nacht kleine Kinderfüße über den Flur trippeln, wissen Eltern schon Bescheid: Das Elternbett muss einen Mitschläfer mehr beherbergen. Oder lieber nicht? Was tun, wenn Kinder regelmäßig ins Elternbett möchten?

Zunächst sei gesagt, dass es normal ist, wenn Kleinkinder nachts häufig wach werden. Laut Deutscher Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist ein mehrmaliges Aufwachen beim Wechsel der Schlafphasen sogar die Regel. Gerade Kleinkinder
können sich nicht gut selbst regulieren und wieder in den Schlaf finden. Sie brauchen besonders das Gefühl von Geborgenheit. Schließlich können sie Traum und Realität noch nicht gut unterscheiden. Monster aus Geschichten oder Schatten im Zimmer können das Einschlafen verhindern. 

Wichtig ist es dann, dem Kind Sicherheit zu vermitteln. Vielleicht gehen Sie auf „Monsterjagd“ und zeigen Ihrem Nachwuchs, dass er nichts fürchten muss. Ob Sie Ihr Kind im Kinderzimmer oder in Ihrem Bett schlafen lassen, hängt von Ihren persönlichen Befindlichkeiten ab. Die Antwort sollte jede Familie für sich selbst finden – ohne Einfluss von Freunden oder Social Media. Ist es für Eltern und Kind okay und machbar, spricht nichts gegen das Eltern­bett. Wird aber der Schlaf der Eltern stark beeinträchtigt und sorgt tagsüber für Probleme, sollte das Kind wieder ins eigene Bett gebracht werden. Und zwar mit liebevoller Unterstützung. Hilfreich sind feste Essens- und Schlafenszeiten, schöne Rituale vor dem Schlafengehen wie Vorlesen oder Singen. 

Anhaltende Schlafprobleme sollten mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt besprochen werden.

Bildnachweis

sandrabielmeier (sandraseckinger.com)

Zum Weiterlesen:

nach oben