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Wie PMS den Alltag beeinträchtigt

PMS – diese drei Buchstaben stehen für mehr als nur ein paar Tage Unwohlsein. Wir erklären, mit welchen Symptomen vom prämenstruellen Syndrom betroffene Personen zu kämpfen haben und was wirklich helfen kann.

Viele Menschen mit Zyklus kennen die Herausforderungen des sogenannten prämenstruellen Syndroms (PMS). In der zweiten Zyklushälfte können Beschwerden wie Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Brustspannen, Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit oder Erschöpfung auftreten. Studien zeigen: Rund ein Drittel der menstruierenden Personen erlebt die Symptome so stark, dass sie den Alltag spürbar beeinträchtigen.

Lange Zeit wurde vor allem ein Hormonungleichgewicht als Ursache vermutet. Heute zeigt die Forschung: Die Hormonwerte liegen meist im Normbereich. Entscheidend ist, wie sensibel Ihr Gehirn auf die natürlichen Schwankungen der Hormone reagiert. Besonders das Zusammenspiel von Progesteron und dem Botenstoff Serotonin rückt in den Mittelpunkt.

150 verschiedene Symptome

Neuere Studien bringen weitere Faktoren ins Spiel, zum Beispiel die Gene und das Mikrobiom, also die Darmflora. Ist das Mikrobiom gestört, können PMS-Beschwerden stärker ausfallen. Auch ein niedriger Melatoninspiegel oder eine Schilddrüsenunterfunktion werden als mögliche Ursachen diskutiert.

In der Öffentlichkeit wird PMS oft auf „schlechte Laune“ reduziert. Doch tatsächlich gibt es mehr als 150 verschiedene Symptome: von Gelenkschmerzen über Schlafprobleme bis zu Verdauungsbeschwerden und Wassereinlagerungen.

Für etwa drei bis acht Prozent der Betroffenen wird PMS zur echten Belastung. Sie erleben die schwere Form, die sogenannte prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS). Seit 2022 ist PMDS als eigenständige Erkrankung anerkannt. Ein wichtiger Schritt für mehr Verständnis und bessere Versorgung.

Mädchensprechstunde

Die Pubertät wirft viele Fragen auf – besonders, wenn sich der eigene Körper verändert. In der Mädchensprechstunde ist Raum für all das, was junge Frauen beschäftigt. Frauenärztinnen und Frauenärzte nehmen sich darin Zeit, zuzuhören und Fragen in Ruhe zu beantworten. Mehr lesen Sie hier.

Was hilft? Neben Bewegung, Entspannung und ausgewogener Ernährung empfehlen Fachleute heute auch das Führen eines Zyklustagebuchs oder spezialisierte Apps. So lassen sich Beschwerden besser erkennen und gezielt angehen. 

Medikamente können helfen

Bei schweren Verläufen können von Ärztinnen und Ärzten verschriebene Medikamente helfen. Unterstützend werden zudem pflanzliche Mittel wie Mönchspfeffer oder Nahrungsergänzungsmittel mit B-Vitaminen, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren eingesetzt.

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Artikeleinstieg: JulPo (stocksy.com)

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