
Erste Hilfe bei Blasenentzündung
Plötzliches Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und das Gefühl, die nächste Toilette sollte immer in der Nähe sein – eine Blasenentzündung (Zystitis) kann den Alltag spürbar beeinträchtigen. Besonders häufig betroffen sind Frauen.
Etwa zehn von 100 Frauen erkranken mindestens einmal im Jahr an einer Blasenentzündung. Der Grund liegt in der Anatomie, denn die weibliche Harnröhre ist deutlich kürzer als die männliche. So gelangen Bakterien – beispielsweise vom After – leichter in die Blase. Risikofaktoren für eine Blasenentzündung sind unter anderem hormonelle Veränderungen – etwa in der Schwangerschaft oder den Wechseljahren –, ein geschwächtes Immunsystem (zum Beispiel durch Stress), Unterkühlung, Diabetes mellitus oder eine ungünstige Intimpflege. Blasenentzündungen kommen bei Männern zwar seltener vor, sollten aber ernst genommen werden. Gerade bei ihnen kann hinter den Beschwerden nämlich auch ein Harnröhreninfekt oder eine Nebenhodenentzündung stecken.
Ihr Akut-Plan:
- Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Lassen Sie abklären, ob eine Behandlung mit Antibiotika notwendig ist oder ob Schmerzmittel ausreichen könnten.
- Trinken Sie viel Wasser oder ungesüßten Tee. So spülen Sie die Harnwege und unterstützen die Heilung.
- Wärme tut gut: Eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder eine Heizdecke können die Beschwerden lindern und zur Entspannung beitragen.
- Bei Männern gilt: Halten die Beschwerden an oder kommen Fieber und Schmerzen im Unterbauch oder Hodenbereich hinzu, suchen Sie bitte umgehend ärztliche Hilfe.
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