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Sportpausen: Entscheidend für die Regeneration

Beim Training auch mal Pausen einlegen – fühlt sich wie Rückschritt an? Das Gegenteil ist der Fall: Personal Trainerin Nicole Hofrichter erklärt, warum der Körper den Ausgleich zwischen Sport und Erholung braucht.

Glaubt man den sozialen Medien, sind Triathlon, Marathon oder sogar Ultraläufe mit über 100 Kilometern „the new normal“. Wer sich große Ziele setzt, könnte angesichts dieses medialen Grundrauschens dazu neigen, mitmischen zu wollen. Und das heißt: Training, Training, Training – ohne Pause.

Sportpausen sind wichtig

Personal Trainerin Nicole Hofrichter warnt allerdings davor, Sportpausen ausfallen zu lassen, denn sie sind entscheidend für die Regeneration des Körpers. „Da muss niemand ein schlechtes Gewissen haben“, sagt sie. „Die Pausenzeit nutzt der Körper für die Superkompensation.“

Was ist Superkompensation?

Dieses grundlegende Prinzip der Trainingslehre beschreibt, dass sich der Körper während der Ruhephase nicht nur erholt, sondern seine Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau hinaus steigert – vorausgesetzt, die Pausen sind ausreichend und richtig geplant. Wer sie ernst nimmt und seinem Körper eine gute Balance zwischen Training und Erholung gönnt, profitiert langfristig von mehr Kraft, Ausdauer und Motivation.

Video: So geht aktive Erholung

„Active Recovery“ in Form von Spazierg.ngen oder sanften Dehnübungen bringen den Kreislauf in Schwung, ohne die Muskeln zu überlasten. Personal Trainerin Nicole Hofrichter zeigt hier, wie das geht.

Wer gerade erst mit dem Training beginnt, muss zudem beachten, dass Muskeln, Gelenke, Knochen und Sehnen sich zusätzlich von ungewohnten Reizen erholen müssen – sonst drohen Verletzungen.

Der Körper braucht seine Zeit

Für die Erholung des Bewegungsapparats und die Superkompensation braucht der Körper vor allem eines: Zeit. „Die Muskeln benötigen je nach individuellem Leistungsniveau bis zu 48 Stunden, um bereit für neue Reize zu sein“, erklärt Hofrichter. Bei starkem Muskelkater kann sich die Regenerationsphase sogar noch verlängern.

Andere Signale für eine Pause sind anhaltende Müdigkeit, fehlende Energie oder Leistungsabfall im Training. Wer auf seinen Körper hört, Pausen bewusst einplant und aktive Erholung nutzt, steigert langfristig nicht nur die sportliche Leistungsfähigkeit, sondern trainiert auch nachhaltig und verletzungsfrei. Und nicht zu vergessen: Ausreichend Schlaf ist einer der wichtigsten Faktoren, damit sich Körper und Geist vollständig erholen.

Bildnachweis

Artikeleinstieg: Drazen Zigic (istockphoto.com)

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